1. Mai, endlich wieder ein Kampftag

Weil unser 1. Mai Umzug so geplant wurde, dass die Genoss*innen von Bern auch bei uns mitmarschieren konnten, gab es einen herrlichen Umzug. Die Bullen versuchten ihn zu ruinieren, haben das aber nicht geschafft. Die leidenschaftlich kämpferischen Reden von Severin Zeller und Partenza sind waren zwar nicht zu verachten, aber dieser Umzug vermochte uns wiedermal aufzuzeigen, worum es beim 1. Mai eigentlich geht, nämlich bestimmt nicht um die selbstarstellung von Gewerkschaftsfunkionärinnen, oder darum ihr Ego zu streicheln.

Heraus zum 1. Mai!

Kommt alle zum Arbeiter*innenkampftag auf den Rathausplatz! Severin, unser Secklmeister spricht und Memet der Superkoch beweist, dass er genauso gut singen wie Saucen machen kann!

Solidarität mit der Effi

Unsere Freiheit hört auf, wo der Knüppel der Staatsgewalt anfängt. Die bis auf die Zähne bewaffneten Streitkräfte der Unterdrücker beendeten die friedliche Besetzung ungenutzten Wohnraums, die unter anderem zum Zweck hatte, Menschen ein Obdach zu geben.

Der Bund erklärt uns wer die Besetzer sind, aber alle wissen wer den Knüppel schwingen darf und wer sich gegen die Brutalität zu Wehr setzt, wird als Gewalttäter hingestellt.

http://www.derbund.ch/…/besetzung-an-der-eff…/story/17814575

Faschismus = Kapitalismus auf Anabolika

Der Faschismus ist keineswegs ein Gegenspieler des Kapitalismus. Vielmehr ist er Teil des Systems. Er ist ein Werkzeug der Bourgeoisie und soll die Zeiger zurückdrehen, wann immer deutlich wird, dass es keine einschneidenden Verbesserungen geben kann, solange die Produktionsmittel nicht kollektiviert sind.

So ist es auch kaum überraschend, dass sich immer mehr gebildete junge Männer aus der amerikanischen Mittelschicht in Rechtsextremen Kreisen wohlfühlen. In ihren Schulen wurde ihnen ihr ganzes Leben lang eingetrichtert, dass wettkampfartige Wirtschaftsbedingungen mit möglichst wenig Reglementierung die einzige Form der Gesellschaft ist, die fortschrittlich sein kann. Gleichzeitig ist ihnen das Privateigentum als höheren moralischen Wert vermittelt worden als das Leben selbst.

Unwillens dass in Frage zu stellen und trotzdem nicht blind einer stetig vorangehenden Auflösung der Mittelschicht und einer kontinuierlichen Prekarisierung der Lebensqualität in der Arbeiterklasse, suchen sie sich ein Feindbild, welches für die Umstände in die Verantwortung gezogen werden kann ohne dabei ihre Gottheit, das Kapital, in Frage zu stellen.

www.nzz.ch/…/ameri…/amerikas-neue-nazis-heil-trump-ld.129892

Fest der Menschenrechte

Instinct Vally rockten den Waisenhausplatz und Saimon Disko brachte die Weisheit der Sprache auf die Bühne. Mit Nidhoeggr hatten wir dann alle einen Heidenspass. Dank guten Bierkonditionen musste niemensch verdursten und dank unseren beiden Köchen, Jannik Schönthal und Ruedi Wäfler und ihrem köstlichen Pad Thai niemensch verhungern. Das Fest der Menschenrechte war eine gelungene Veranstaltung auch dank der Reden von Thomas Melone und Alice Kropf sowie den Rapversuchen von Arbër Shala. Besten Dank und  viel Jägermeister euch allen!

Angriff auf die eigene Bevölkerung

Der Waffenplatz Thun ist eine Gefahr für alle Anwohner. Das Gelände könnte besser genutzt werden, als um mit Mordwerkzeug zu experimentieren. Die Aufgabe der Armee soll der Bevölkerungsschutz sein, der Schutz gegen andere Armeen. Es gibt aber nur eine Armee, welche unsere Jugend in der Kander ertränkt, Wanderwege sprengt und auf Einfamilienhäuser schiesst…

https://www.20min.ch/schweiz/bern/story/Rekruten-schiessen-aus-Versehen-auf-Wohnhaus-12848311?fbclid=IwAR30RP1DilfVzH8Kn2vLNYniLroKVuQ-03CEa3KSeIv-RrYYAJ4e7Ap84jg

Probleme zum Sündenbock verschieben

03Es ist richtig von der Reitschule sich nicht zum Sündenbock machen zu lassen. Wenn eine Politik von Repression im Namen kleinbürgerlicher Stadtbildvorstellungen die Probleme nur verschiebt und bewirtschaftet anstatt zumindest nach einer Lösung zu finden und dadurch die Lage noch verschlimmert wird, sollten die Akteure hinter dieser Politik und nicht ein Kulturzentrum zur Verantwortung gezogen werden.

Wir empfehlen die Teilnahme an dem von den Betreibern organisierten Anlass. Er könnte aufklärende Wirkung haben.

„Die Reitschule Bern lädt ein zum Stadtrundgang mit anschließender Wiedereröffnung.
4.8.2016 18:30 Uhr Grosse Schanze Bern
Wir freuen uns“

http://www.derbund.ch/…/reitschule-laedt-zur…/story/17974523

Repression in Thun

Bravo Siegenthaler, so schafft man ordentlich Sicherheit. Das wird den YB-Fans eine Lehre sein. Jetzt wissen sie, dass der FC Thun für ihre Zerstörungswut bestraft wird.

Nach diesem Motto könnte man noch ganz andere Probleme lösen. Man könnte die Gleise sperren, wenn jemand am Bahnhof verhauen wird oder Gemeinderatssitzungen abblasen wenn nachher jemand ein Fahrrad klaut.

Es wäre aber auch möglich, nichts davon zu tun und es als das sehen, was es ist: sinn- und zwecklose Schikane.

Parolen Abstimmungen 5. Juni

An der MV vom 9. Mai wurden die Parolen für die kommenden Abstimmungen gefasst.

Pro Service Public: Stimmfreigabe
Das Anliegen die öffentlichen Dienste durch Lohnkürzungen in der Chefetage erschwinglicher zu machen erscheint im ersten Augenblick sympathisch, jedoch ist zu vieles ungeklärt. Zudem würde das Gewinnverbot ein riesiges Loch in unsere Kasse reissen. Problematisch ist auch, dass K-Tipp hier die Quersubventionierung untersagen will. Doch die Quersubventionierung wovon? Das scheint niemandem so wirklich klar zu sein. Obschon wir nicht wissen, welche Quersubventionierung jetzt gestrichen werden soll, können wir mit Sicherheit sagen, dass das Blödsinn ist. Es gibt im Service Public nun mal rentablere und weniger rentable Dienststellen und Dienstleistungen und jene sollen diese auch tragen.

Bedingunsloses Grundeinkommen: Ja
Auch wenn viele Details der Umsetzung noch nicht geklärt sind, sehen wir darin ein gutes Mittel die Lohnabhängigkeit zu reduzieren und so den Menschen ein Stück Freiheit zu geben. Zudem muss die Diskussion für wen und warum wir eigentlich Arbeiten mehr geführt werden. Ausserdem könnte es wichtige zeitgenössische Probleme lösen. Zum Beispiel bräuchte niemand mehr aus Existenzängsten heraus unterbezahlte Jobs anzunehmen, die Arbeiterklasse könnte für ihre Anliegen kämpfen ohne mit finanziellem Ruin konfrontiert zu werden. Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen werden höhere Ausbildungen auch für die möglich, die nicht mit Unterstützung vom Elternhaus rechnen können. Auch Familien profitieren davon. Kriegen die Eltern für jedes Kind etwas Geld, kann in jedem Fall gut für sie gesorgt werden. Wird die Finanzierung so aufgebaut, dass sie von den Vermögenden nimmt, wird auch die Wirtschaft angekurbelt. So wird Geld, welches sonst nur auf Banken vermodert, wieder in Umlauf gebracht. Natürlich, in den unteren Klassen sind wir auf Geld angewiesen und geben mit grosser Wahrscheinlichkeit alles aus. Während sich das ganze Kapital in den Händen der Oligarchen sammelt und dort als reine Demonstration ihrer Macht vor sich hin vegetiert.

Milchkuh: Nein
Das Anliegen ist ein Witz und nicht vieler Worte wert. Mehr Geld für die Zerstörung der Umwelt und Todsparprogramme in allen anderen Bereichen (Bildung, Gesundheit etc.) – da machen wir nicht mit. Von der Alkoholsteuer werden auch nicht öffentliche Bierbrunnen finanziert.

Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes: Ja
Moralische Grundvorstellungen über die Rechte von Embryonen sollten dem Kinderwunsch Zeugungsunfähiger und Unfruchtarer nicht im Wege stehen. Auch sollten keine Untersuchungen verboten sein, die zu einem Gesünderen Kind führen kann. Es mag ein heikles Thema sein, aber wenn er niemandem schadet, wäre es irrational, dem Fortschritt im Wege zu stehen.

Änderung des Asylgesetzes: Ja
Das Gesetz ist weit davon weg optimal zu sein. Die teils prekären Verhältnisse in Bundesasylzentren werden nur durch Bürokratisch erschwerte Freiwilligenarbeit Dritter erträglich. Grundsätzlich können wir kein Gesetz gutheissen, welches Menschen vom Leben in der Schweiz ausschliesst und/oder geflüchtete als Menschen dritter Klasse behandelt. Mit einem „Nein“ wird leider alles tendenziell noch schlechter. Wir haben uns hier für das kleinere Übel entschieden.